Kennenlernen Beziehungsdoktor

Die meisten Menschen, die an Beziehungsangst, an Angst vor Nähe und Distanz leiden, sind emotional nicht verfügbar, da sie ihre Gefühle weder spüren noch offenbaren möchten. Sie fürchten sich davor, dass ihnen ein erneut schmerzhaftes Erlebnis bevorsteht, wenn sie sich auf eine Beziehung einlassen. Beziehungen, die Jahre anhalten, sind meinen Erfahrungen und den Antworten meiner Interviewpartner nach am schlimmsten: Denn je länger eine Beziehung dauert, desto schwerer fällt es, sich emotional von dem Menschen zu lösen.

Sie verbinden somit Partnerschaft und Liebe mit Trennung und Verlust, Schmerz, Fremdbestimmung und Verlassensgefühle. Viele reagieren mit Untreue. Daher neigen sie weniger dazu, in langjährigen Beziehungen einen Schlussstrich zu ziehen. Sie wollen nicht schuldig sein und auch nicht dasselbe Schmerzvolle und Enttäuschende weitergeben, was sie selbst erlebten. Sei es die Schuld des Partners oder die eigene, denn Schuld will getragen werden und wiegt schwer.

Geht also ein Mensch mit Angst vor Nähe und Trennung eine Partnerschaft ein, so dauert sie entweder nur kurz oder aber er sorgt dafür, dass er sich Möglichkeiten für den Ausbruch, die Flucht offen hält: Beziehungen in Angst Splittet man Beziehungsängste auf, so bleibt zum Einen Beziehung und zum Zweiten Angst übrig. Doch dazwischen liegt ein kleines, unsichtbares Wort, das dem Phänomen der Bindungsangst seine Dimension verleiht: Statt diese Angst in der Partnerschaft Tag für Tag aushalten zu müssen, entwickeln sie lieber vor der Beziehung Angst, also noch bevor die Beziehung zu einer festen Partnerschaft wird.

Hier zeigen sich die Angst, nicht geliebt zu werden, wegen der dahintersteckenden Angst, unliebenswert zu sein, nicht zu genügen. Es erinnert an das Trennungsangstgefühle eines Kleinkindes von seinen Eltern, eine Todesangst, und genau daher rührt auch die Bindungsangst. Als Strafe galt auch in jenen Tagen Distanz, Abwendung, Entzug von Liebe und Zuwendung durch die Eltern, Stubenarrest und Sanktionen wie gestrichenes Taschengeld. Wir haben gelernt, dass wir für unsere Fehler bezahlen müssen.

Die Beziehung zu beenden, bevor es zu tief geht, erscheint vielen Ängstlichen deshalb leichter. Bei Frauen wurde in der Psychologie sogar beobachtet, dass sie einen veränderten Geruch der Männer wahrnehmen. Dieser Geruch ist dann modrig-alt, während es bei Männern ein verändertes Aussehen der Partner ist. Meine Erfahrungen zeigen, dass wiederum die Situation für den jeweils anderen Partner genauso schwer zu ertragen ist, sodass es von beiden Partnern aus zu Trennungen kommen kann. Irgendwie will man es, aber da ist diese andere Seite, die nur wegrennen will.

Vollkommen überfordert zu sein, seine Gefühle schwer aushalten können und gar nicht zeigen wollen, dass man den Gegenüber wirklich mag. Menschen mit passiver Bindungsangst handeln so. Aber auch genau das Gegenteil kann eine tiefsitzende Angst vor wahrer Nähe, wahrer Intimität nicht zwangsweise Sexualität oder körperliche Nähe anzeigen. Andere Merkmale von Bindungsangst sind, wenn: Ich will unabhängig sein, frei sein und mich auf niemanden einlassen.

Ich will nichts Festes. Zitat von omri Es kann wohl auch passieren, dass Du nach einer gewissen Zeit merkst, was an deiner Beziehung nicht gestimmt hat, dich anfängst wohl zu fühlen und auf keinen Fall mehr in diese Beziehung zurück willst. Auch das kommt vor. Das hängt sicher davon ab, warum die Beziehung auseinander gegangen ist. Manche Menschen blühen richtig auf und sehen erst im Nachhinein, dass es noch ein anderes, besseres Leben gibt. Ich erlebe das gerade bei einer Freundin, die an ihrem Freund jahrelang mit einer wahren Affenliebe geklebt hat, obwohl er sie richtig mies behandelt hat.

Zitat von omri Eine meiner Freundinnen hat das ein wenig praktiziert ihr Leben alleine gelebt, Feundinnen gehabt, ihren Beruf, viel für sich getan , hat aber den Kontakt nicht völlig abgebrochen und immer ab und zu wieder per SMS ihre Gefühle offenbart. Sie hat also nicht das gemacht was da empfohlen wird. Es ging so 3 Jahre und sie sind wieder zusammen. Das erinnert mich an einen Bekannten, der seine Frau über Jahre hinweg wiederholt betrogen hat.

Ich habe zu ihm gesagt, dass sie ihn irgendwann doch noch rauswirft, wenn er so weitermacht.


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